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Nimmt VR den sexuellen Leistungsdruck von Männern?

8. April 2020

Wie und warum empfinden Männer den SEX als Leistungsdruck? Ist das überhaupt eine Frage oder wollen denn nicht alle Männer Sex immer und überall. Ist das wieder so eine neumodische Erscheinung von irgend welchen Therapeuten oder nassforschen Journalisten, die auf eine Schlagzeile aus sind?

Leider ist es keine reine Schlagzeile, sondern gehört in den Alltag von Sexualtherapeuten. Was meinen Männer damit wenn sie sagen „sie leiden unter sexuellem Leistungsdruck“? Es ist eine Erscheinung, die alle Altersstufen von jung bis alt betrifft? Junge Männer stehen einer klar formulierten Erwartung der Frauen gegenüber. Die reifere Generation der Männer sind dem beruflichen Druck, dem Leistungsprinzip bereits länger ausgesetzt. Versagensangst gehört quasi schon zum Sex-Alltag des „Mannes“.

Woher kommt dieser Druck? Natürlich in erster Linie vom Mann selbst! Er setzt sich selbst unter Druck. Es ist das „Ich kanns“ das ihn antreibt. Erziehung, Beruf, Ehefrau, Partnerin, der Vergleich zu anderen Männern (Konkurrenten), sein Alter, eventuell Krankheiten oder Behinderungen, sein Penis, sein Aussehen, seine Größe, sein Geruch und so weiter. Die Liste läßt sich beliebig erweitern. Mann denkt ständig an solche Vergleiche, das erzeugt Druck und keine Entspannung (die er eigentlich von SEX erwartet!)

Was kann in diesem Falle der Sex in der virtuellen Welt bewirken:

1. diesen Druck zu vermeiden

2. nicht entstehen zu lassen

3. sich diesem Druck zu entziehen

Zu entziehen: Wer Sex in erster Linie als Samenerguss sieht, der definiert seinen Höhepunkt in Zusammenhang mit dem „Kommen“. Im Realen Sex ist der Erguss von der Partnerin sichtbar, spürbar. Der Begriff “ ich täusche den Orgasmus vor“ gilt im realen Sexleben. In der virtuellen Welt nicht.

Das ist für Männer, die den Sex mit Leistungsdruck verbinden ein klarer Vorteil. In der VR Sexwelt kontrolliert niemand was ich tue, ob ich komme, ob ich laut oder leise bin, niemand sieht mich (weder meinen kleinen Schwanz, noch meine sonstigen Einschränkungen oder Behinderungen)

Der Verlauf und die Inhalte meiner Sex-Erlebnisse … bestimme ich! Ich konzentriere mich allein auf mich und der Druck „ kann ich meine Partnerin befriedigen“ entfällt total. Mit VR vermeide ich diese Konflikte mit Erwartungen meiner Partnerin.

Wie kann ich in der VR diesen Sexdruck gar nicht erst entstehen lassen? In der VR Sexwelt habe ich die totale Kontrolle. Ich möchte zum Bespiel die Intensität meines Sexerlebnis erhöhen und steigern. Daran haben die Produzenten und Hersteller gedacht. Es scheint ein wichtiger Punkt der Kundenzufriedenheit zu sein, dem Kunden die Kontrolle über sein Sexerlebnis zu geben. In der VR Welt habe ich die Kontrolle, denn ich kann mich im Porno „durchzappen“ oder „weiterklicken“ wenn ich meine „Geilheit“ steigern möchte. Die Porno Industrie nutzt die neue Technik sofort aus um dem Kunden ein noch besseres Erlebnis zu bieten. Er kann beliebig wechseln: vom Vorspiel /zum Sex Start/ bis hinzu einzelnen Stellungen und Praktiken, bis zum „Happy ending“. Er kann sich sozusagen zum Orgasmus durchzappen. Durch die Fernbedienung werden ihm Wahlmöglichkeiten geboten, wie sein Sex weitergehen soll. Gespräche mit der realen Partnerin entfallen, doch durch die künstliche Intelligenz werden diese Unterhaltung bald die Avatare im Porno übernehmen können. Jedliche Überzeugungsarbeit mit seiner Partnerin, ob jetzt diese oder eine andere Praktik stattfinden soll – entfällt. Er allein bestimmt wie es weitergehen soll.

Der User kann im Zeitmodus vor und zurückgehen. Und er kann Wiederhol-Schleifen einbauen! Wenn ihm zum Beispiel eine bestimmte Situation sehr erregt, kann er diese beliebig oft und so lange abspielen lassen wie er wil. Mit einem Knopfdruck geht es weiter.

Wenn er in einer bestimmten Sex Situation seinen Höhepunkt erleben will, kann er mit einem Knopfdruck auf diese Stelle in der VR Welt springen. Eine sehr beliebte Situation für den Mann ist das „Kommen“ während einer oralen Stimulierung. Seinen Samen zu sehen (cumshot, facial) während es ihm kommt, und die Partnerin dabei seinen Samen über den Mund/Gesicht oder Körper (Tittenfick) ist weit verbreitete „geheime Fantasie“. Die virtuelle Welt liefert hier das entsprechende Angebot um die Nachfrage nach solchen Szenen zu versorgen.

Das Eintauchen in diese Fantasien kann bzw. ist für Männer ein lang gehebter Traum. Das wissen die Pornoproduzenten und sind damit der Antriebsmotor für diese Technologien. Wer die Bedürfnisse seiner Kunden kennt, kann mit Schaffung der Angebote (Technik und Inhalt) darauf reagieren und die ersten großen Umsatzerfolge einfahren. Niemand kann diese besser als die Sexbranche.

Dildoking

Sex ist ein Ventil für Männer. Je mehr Ventile es für den einzelnen gibt desto besser ist es. Ob VR den Männern ein Ventil gibt, das ihnen den Leistungsdruck im Bett besser zu ertragen hilft, wird die Zukunft zeigen.

Sex und allen damit verbundenen Facetten nutzen sich nie ab. Sexuelle Lust ist permanent vorhanden und jede „neue“ Technik wird sofort und quasi als „erstes“ für den Sex erprobt. Ist eine Nachfrage vorhanden, was bringt es für Kunden, wie können wir das Produkt verbessern und und und … das funktioniert immer als erstes beim Thema SEX wie viele Beispiele aus der Vergangenheit zeigen (Vibratoren, Internet, Digitalisierung, Streaming).

Mydirtyhobby

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