SEX & Virtuelle Realität

VR als Sexkiller – VR 3/7

30. Dezember 2018

Frage 3: Der Killer für deinen Sex! Ist der Sex in virtuellen Welten der Anfang oder das Ende einer Beziehungsfähigkeit?

Brauchen wir überhaupt noch richtige Menschen für eine Liebesbeziehung. Entkoppeln wir die Liebe und den Sex mit einem Menschen und werden dadurch Beziehungsunfähig?

Oder ist durch das „Lernen“ von Sex durch virtuelle Avatare, Robotern oder Sexpuppen das Gegenteil der Fall?

Das heißt im Klartext, wir lernen die Liebe und den Sex durch Adult Puppen (männlich wie weiblich) und sind dann gerade bei der Liebe zu realen Menschen „erfahrener“ und „vorbereiteter“?

Viele Menschen, die Sex in der virtuellen Welt erlebt haben, sprechen von einer neuen Fähigkeit, die sie fast alle übereinstimmend erfahren haben. Sie können besser über Ihre Wünsche, Träume und Neigungen sprechen.

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Sie haben sie sehr nahe an der Realität erlebt und ausgelegt. Sie haben sie gefühlt und sie können sie besser „beschreiben“. Sie haben quasi eigene Worte dafür gefunden.

Die Kommunikations- und die Liebesfähigkeit kann dadurch auf eine hohe Stufe gestellt werden. Wenn wir unsere Wünsche und Träume in Sachen Sex „gelernt“ und „erfahren“ haben, dann können wir meist besser über Sex sprechen und uns dem realen Partner mitteilen. So weiß er mehr über uns und unsere Wünsche. Wenn die VR dies in einer Beziehung auslösen kann, dann hat sie in Zukunft eine Daseinsberechtigung.

Noch ein Beispiel aus der Praxis: Eine Patientin fragte Ihren Therapeuten, was sie denn tun kann, als sich ihr Mann als „Sexmaniac“ geoutet hat. Er schaute sich sehr oft Pornovideos an und verlangte von ihr, die dargestellten Sexpraktiken auch im Schlafzimmer anzuwenden. Er wollte bestimmte Stellungen, bestimmte Liebesspielzeuge und eigene Neigungen ausleben. In vielen Gesprächen, auch in Streitgesprächen im Bett, hatten beide sich geeinigt, manche Dinge zu probieren, manche Sexsachen aber auszuschließen.


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Nach einigen Versuchen, machte er ihr den Vorschlag, dass er bestimmte Dinge in der virtuellen Welt erleben möchte. Er liebte seine Frau und wollte sie auf keinen Fall betrügen und seinen Neigungen mit Prostituierten austesten. Sie nahm seinen Vorschlag an und bat aber bei seinen „virtuellen Sexausflügen“ dabei zu sein. Sie besorgten sich die entsprechende Ausrüstung für „Sex in der virtuellen Realität“ und sie war tatsächlich dabei, als er zum ersten Mal die VR Brille ausprobierte. Sie konnte auf einem zweiten Bildschirm sehen, in welcher Welt er gerade war, welche Dinge gerade vorgingen. Nach anfänglichem Zögern nahm sie daran teil und unterstützte ihn durch Berührungen, sie gab ihn den gewünschten Klaps auf den Po und streichelte ihn mit einer Feder. Er tastete sich in die Welt des SM hinein. Sie war bildlich gesprochen drei Schritte hinter ihm, weit entfernt selbst Gefallen an SM Praktiken zu bekommen, aber sie war immer bei ihm. Beschützend, unterstützend aber auch kontrollierend, was er gerade tat.


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Wir wissen nicht wie es ihrem Ehemann gefallen hat. Was sie aber bereits mehrmals berichtet hat, war folgendes. Der Druck, immer und immer ihrem Mann gefallen zu müssen, dem Ehemann das Geben zu müssen was ihn antörnt, sie aber abtörnt – war draußen. Die Ehe lief entspannter, die Kommunikation im Bett lief besser, war detailreicher und letztendlich hatten beide wieder Spaß im Bett.

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